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GARTEN
PLANUNG & ENTWICKLUNG

Gartengestaltung schon bei der Planung des Hauses berücksichtigen!

"Will ich diesen Auftrag annehmen?!?" - Das fragte ich mich ernsthaft, nachdem ich 200km zum Bauobjekt meines Kunden gefahren war, um dort zu erfahren, dass der Architekt das Haus mindestens einen halben Meter zu hoch geplant hat. Anscheinend hat er sich, bevor er die Höhen festlegte, kein Bild vor Ort gemacht, geschweige denn ein Höhen-Nivellement. Der Kunde hat blind vertraut und wurde erst hellhörig, als die Kellerdecke ziemlich hoch aus der Baugrube ragte.... - da war schon alles zu spät.

Ich habe zum Glück auch schon Fälle erlebt, in denen ich rechtzeitig - noch vor dem Gießen der Bodenplatte vor Ort war und bezüglich der Bauhöhe meine Bedenken äußern konnte. Denn wenn zu hoch oder zu tief gebaut wird, hat dies ganz erhebliche Auswirkungen auf die Gartengestaltung und die damit verbundenen Kosten:


Wenn zu hoch gebaut wird,

  • ist oft kein Barrierefreier Zugang ohne Rampe möglich.

  • müssen meistens an den Grundstücksgrenzen aufwändig die Höhenunterschiede abgefangen werden.

  • entsteht oft ein starkes Gefälle zu den Außengrenzen des Gartens, was diesen gefühlt kleiner macht und eine atmosphärische Gartengestaltung deutlich erschwert.

  • müssen Unmengen an Boden aufgefüllt werden. Neben den Mehrkosten führt dieses oft zu Versackungen z.B. von Pflasterflächen, wenn das aufgeschüttete Material nicht fachgerecht lagenweise verdichtet wird oder in den Vegetationsbereichen führt es zu Verschlammung der aufgeschütteten Bodenschicht, wenn der Untergrund nicht tiefgründig gelockert wurde. Teure Fehler die, einmal geschehen, sich nicht mehr oder nur mit einem Mehraufwand, der nahe an die Baukosten reicht, wieder korrigieren lassen.

Wenn zu tief gebaut wird,

  • müssen Vegetations- und Pflasterflächen mit viel Aufwand nach außen entwässert werden. Im schlimmsten Fall sammelt sich bei Starkregen das Wasser aus der gesamten Umgebung vor der Eigenen Haustür und damit auch schnell im eigenen Keller, weil die wichtige "Sekundäre Entwässerung" (welche greift, wenn die Abflussrohre die Regenmengen nicht mehr aufnehmen können) gar nicht möglich ist.

  • liegt der Garten mitunter über dem Niveau des Erdgeschosses, wodurch das Gefühl entstehen kann "im Keller zu wohnen"

Eigentlich ist es die Aufgabe des Architekten, diese Festlegungen mit Sorgfalt zu treffen. Dieser hat aber leider die Gartengestaltung nicht unbedingt mit im Blick und dann kann es sich als großes Glück herausstellen, wenn du rechtzeitig einen Gartenplaner zu Rate gezogen hast.


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Über 20 Jahre Erfahrung in der Gartenplanung lassen mich aus einem breiten Portfolio an Ideen und Lösungen schöpfen. Nutzen Sie mein Know-How um zielsicher Ihren Gartentraum zu verwirklichen!

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